Licht und Schatten, dieses Jahr hat es in sich

2020 ist der Hammer!

In so vielerlei Hinsicht hat es Kraft gekostet. Es hat uns voneinander entfernt und näher zusammengebracht. Hat Pläne durchkreuzt und in den Hintergrund rücken lassen, andere so wichtig werden lassen, dass wir sie einfach nicht mehr aufschieben können.

Ganz ehrlich, ich bin platt. Jetzt auf eine einsame Insel, zwei drei richtig gute Freunde, ein paar gute Bücher, das Rauschen des Meeres und des Windes in den Ohren, Sonne und ein Hauch von Unbeschwertheit, Normalität, Entspannung. Ich wär dabei!

Besonders fehlt mir die Weite des Lebens, das sich Ausdehnen in all die Möglichkeiten, die es bisher immer zumindest potenziell bereitzuhalten schien für uns. Auf einmal scheint da nur noch die Tiefe im Inneren, die uns bleibt, in die wir eintauchen, abtauchen und uns irgendwie auch flüchten können.

Für mich ist es ein großes JETZT.

Nicht das vielgelobte, das aus den spirituellen Schriften, die mir immer wieder begegnet sind. Gar nicht so erhaben und erleuchtend, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich dachte, dass es mich gewissermaßen „freimachen“ würde, aber dieses JETZT empfinde ich eng, unfrei und an manchen Tagen regelrecht erdrückend.

So wenig ist planbar. Es fühlt sich für mich morastig an. Lebensfeindlich. Wie Stillstand. Doch das täuscht. Denn es passiert so viel gerade. In uns, um uns, auf den Straßen. Vieles wird offenkundig, vieles bleibt verborgen. Vieles verstört und macht Angst.

Trotzdem versuche ich, mich immer wieder zwischendurch auf das Positive auszurichten, wie so viele von uns.

Was ist gut an dem Ganzen hier gerade? Was ist vielleicht sogar besser als früher?, frage ich mich dann, um mich aufzurichten. An manchen Tagen suche ich, zugegeben, wie mit der Lupe und angestrengt und so gar nicht mit Leichtigkeit und Vertrauen, dass da was ist … und manchmal, da finde ich FAST nichts.

Doch dann sind da immer noch wir Menschen, wir Familien, Freunde, Partner, Kollegen, Bekannte, Nachbarn. Die Liebe zwischen uns. Und die Natur, die ich so sehr schätze, und zwar mehr denn je! Der Wald. Die Weite des Himmels, das Zwitschern der Vögel. Wie das Herbstlaub duftet … die Pilze.

Und da ist auch noch die Hoffnung, dass das Licht die Schatten dieser Tage aufhellt und dahinschmelzen lässt. Wenn wir uns darauf ausrichten. Dranbleiben, mit guten Gedanken, Gesprächen, Kerzen, schönen Auftank-Momenten und kleinen Freuden, die wir uns und anderen ganz bewusst bereiten.

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